Sommersemester 2025

2025
Kaiserslautern
Fotografiert von Schneider Hoffmann Architekten

„Der schlechte Koch versucht, den Originalgeschmack der Zutat zu kaschieren anstatt ihn hervorzuheben.“
– Guillaume Mussos

Ähnlich wie der/die gute Koch/Köchin die Geschmäcker der einzelnen Zutaten heraushebt, wollen wir uns bei der Beschäftigung mit einem bestehenden Gebäude mit dem Wesen des Bestands auseinandersetzen und dessen Eigenheiten und Potentiale herausarbeiten. Auf dieser Basis soll in einer Halle aus der Jahrhundertwende eine Hochschule für Kochkunst entstehen. Die Halle befindet sich in einer städtebaulich äußerst schwierigen Lage im Durlacher Stadtteil „Kilisfeld“. Die Umgebung ist stark geprägt von Industrie und Gewerbe. Mit der neuen Nutzung soll ein ganztägig funktionierender Attraktor für das ganze Gebiet geschaffen werden.

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Kaum etwas verbindet Menschen unterschiedlichster Herkünfte so sehr wie Essen: Es ist Bedürfnis und Leidenschaft, Tradition und Experimentierfeld.

Programmatisch ist das Gebäude als ein Ort zu verstehen, an dem Wissen rund um die Kultur des Kochens vermittelt wird und Menschen unterschiedlichster Kulturen zusammenkommen. Die Vermittlung von Wissen soll hier sowohl in Form einer Hochschule zwischen Lehrenden und Studierenden als auch zwischen Profis und Laien erfolgen. Das Gebäude ist zunächst konzipiert für 120 Studierende und 20 Lehrende. Es ist davon auszugehen, dass die Personen nie parallel anwesend sein werden, weshalb Räume mehrfach belegt werden können.

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Für unsere Auseinandersetzung besonders spannend ist die räumliche Wahrnehmung und Atmosphäre, die die Nutzenden sowohl bei der Vermittlung von Wissen als auch bei einem der sinnlichsten Erlebnisse, die wir kennen begleitet: Wir wollen uns damit beschäftigen, was wir sehen und hören wollen, während wir schmecken, riechen und fühlen. Beispielhaft können folgende zentrale Entwurfsfragen gestellt werden: Wie groß darf ein Raum für einen bestimmten Zweck sein? Wie hell oder dunkel soll ein Raum sein? Welche Materialien sind angemessen und warum? Wie privat oder öffentlich soll ein Raum sein?

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Fokus der Arbeit soll die Auseinandersetzung mit dem Innenraum sein. Die Gebäudehülle kann für den Entwurf als bautechnisch intakt verstanden werden. Eine Auseinandersetzung mit der thermischen Hülle von neuen Nutzungsbereichen wird erwartet. Eingriffe in die Gebäudehülle, wie z.B. die Gestaltung des Eingangsbereichs sind konzeptabhängig möglich. Dabei ist zu beachten, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht, in dessen Sinne der Erhalt historischer Bausubstanz immer im Vordergrund steht. Die Materialien für die zu entwerfenden Einbauten können frei gewählt werden. Die Wahl möglichst ökologisch hochwertiger Baustoffe wird dabei allerdings vorausgesetzt.

Auszug aus der Entwurfsaufgabe GEN

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