Über Jahrhunderte ist das Dorfhaus im Zentrum von Ötlingen stetig gewachsen und umgebaut worden. In einem akribischen Prozess hat die Bauherrschaft die verschiedenen Zeitschichten freigelegt und mit viel Respekt vor der historischen Bausubstanz Entscheidungen zu Rückbau und Erhalt getroffen.
Während sich die strukturellen Eingriffe im Bereich des denkmalgeschützten Haupthauses im Wesentlichen auf die Ergänzung einer Gaube konzentrieren, wird die Traufe des rückwärtigen Anbaus etwas angehoben, um auch im Obergeschoss des ehemaligen Nebentraktes eine angemessene Raumhöhe zu realisieren.
Eine neue interne, möbelartige Treppe verbindet im Anbau Erdgeschoss und Obergeschoss, wodurch eine vertikale Zirkulation durch das Haus entsteht, die räumliche Spannungen schafft und das Haus neu erlebbar macht. Im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung kommen größtenteils naturbelassene sowie gebrauchte historische Baustoffe zum Einsatz.
LPH 1–5
Bauherrschaft: Privat
Mitarbeit: Lisa Schneider,
Peter Hoffmann, Lina Hadamovsky