Kita St. Ambrosius

2024–2027
Hergensweiler
Lageplan

Im historischen Dorfkern von Hergensweiler soll eine Kindertagesstätte als Ersatzneubau errichtet werden. Der Entwurf legt sich an die Süd-Westliche Kante des Schulhofs und fasst diesen mit seiner langen Gebäudekante deutlich.

Der Neubau wird – anders als der Bestand von der Halle abgerückt, womit ein Durchgang zum nördlich gelegenen Parkplatz ermöglichst wird. In Richtung Dorfstraße und Hauptstraße reagiert das Gebäude mit schmalen charakteristischen Giebelseiten auf die Umgebung während es sich im Süd-Westen mit großformatigen Fenstern, Terrassen und Balkonen zum Garten öffnet.

Der zweigeschossige Neubau ist als klassischer Zweibund organisiert. Betritt man das mittig im Haus gelegene Foyer vom Schulhof aus, fällt der Blick sofort auf den bemerkenswerten Baumbestand des Gartens mit der mächtigen Blutbuche, die den Besucher hinter der Glasfassade begrüßt.

Lageplan
1/8
Schnitt Quer

Im Foyer lädt eine skulpturale Treppe ins Obergeschoss ein und definiert den Warte- und Kommunikationsbereich der Eltern im Erdgeschoss. In beiden Geschossen führen je zwei großzügige und gut belichtete Flure in Längsrichtung zu den Gruppen- und allen weiteren Räumen. Während die Gruppenräume immer zum Garten hin organisiert sind, befinden sich auf der Seite zum Schulhof die sekundären Räume wie Verwaltungs- Personal- oder Therapieräume. Aufweitungen der Flure und sorgen für Belichtung und ein differenziertes Raumgefühl.

Übers Foyer geht es ins Obergeschoss des Hauses. Über dem Eingang und am Ende der Flure sind große Fenster vorgesehen, die den Kleinen eine einfache Orientierung im Haus und zur Umgebung hin ermöglichen. Nach Süd-Westen hin erlauben Balkone auch im Obergeschoss den direkten Zugang ins Freie.

Schnitt
Quer
2/8
Schnittperspektive

Der Neubau ist als filigrane Holzständerkonstruktion geplant. In den Achsen der Außenwände sowie in den Achsen links und rechts des Flurs stehen Stützen im Abstand von 3.75 Meter und tragen die Decke sowie die beiden versetzten Pultdächer. Ein Oberlicht zwischen den Dachflächen erlaubt einen lichtdurchfluteten Flur im OG und dient als Lüftungsöffnung am höchsten Punkt des Hauses.

Während die Süd-Westliche Dachfläche mit Photovoltaik Elementen gedeckt ist, wird die nord-östliche Hälfte extensiv begrünt und lässt das Haus zum Schulhof hin niedriger und naturnah wirken. Der Verdunstungseffekt sorgt in der Nähe des Oberlichts für sommerliche Kühlung. Große Dachüberstände sowie die Balkone zum Garten hin bieten dem Holzbau sowohl einen konstruktiven Witterungs- und den Nutzern einen hervorragenden Sonnenschutz, welcher bei Bedarf durch textile Markisen ergänzt werden kann.

Die hölzerne Konstruktion soll sowohl in der ortstypischen vertikalen Holzschalung der Fassade als auch im Innenraum ablesbar sein: Wand- und Deckenflächen sollen in heller, heimischen Holz ausgeführt werden.

LPH 1–8
Bauherrschaft: Gemeinde Hergensweiler
Mitarbeit: Lisa Schneider, Peter Hoffmann,
Ruth Bartelmann, Patrick Eissele,
Marius Maier, Maira Stützel,
Lina Hadamovsky, Zoë Jamila Kuhn

gemeinsam mit Prof. Gerd Gassmann und Schreiberplan Landschaftsarchitektur

Schnittperspektive
3/8
Visualisierung Foyer
Visualisierung
Foyer
4/8
Axonometrie Tragwerk
Axonometrie
Tragwerk
5/8
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss
Erdgeschoss
6/8
Grundriss Obergeschoss
Grundriss
Obergeschoss
7/8
Schnitt Längs
Schnitt
Längs
8/8